Ranzige Toreinfahrten, ein schmuddeliger Asia Imbiss und Fassadenputz auf dem Gehweg. Die Maastrichterstraße Straße in Köln's "Belgischen Viertel" machte auf mich gestern Nachmittag einen trostlosen Eindruck. Ich schlenderte durch die Straße. Es war noch etwas Zeit bis zum nächsten Termin am Brüsseler Platz. An der Hausnummer 9 hielt ich inne. Meine Augen blickten durch eine große Glasscheibe in ein Gourmetparadies, welches ich an dieser Stelle mit Sicherheit nicht erwartet hätte. Ich betrat den "Laden für Genießer".
Nachdem ich um die ausgestellten Gewürze, Teepackungen und allerlei trockene
Leckereien streifte, begrüßte mich
Herr Riester freundlich. Beim Thekengespräch begutachtete ich die frischen Spezialitäten aus Italien, Frankreich und Spanien.
Obwohl die Küche schon geschlossen war, zauberte das Küchenteam mir einen bodenständigen Speisenteller mit einer hausgemachten Frikadelle, liebevoll angerührtem Kartoffelsalat und ein
Salatbouquet mit einem herrlichen
Mangodressing. Zur Frikadelle wurde nicht etwa schnöder Senf gereicht. Nein, die hauseigene Kreation aus Rosinen und einem Schuss
Grappa musste es sein. Von meinem Sitzplatz konnte ich beobachten wie Kunden mit einer bewundernswerten Ruhe und Liebe zum Details beraten wurden. Hier spürt man: Genuss ist Lebensqualität!