Marius Mondo

traveler and adventurer

Eine Nacht im Museum auf 5 Sterne Niveau? In Singapur ist alles möglich.

Das Klima ist tropisch, die Luft feucht, es fällt schwer zu atmen in
der Hektik der 4,5 Millionen Metropole. Zwischen Hochhäusern eilen
Geschäftsleute durch die Straßen, im Hintergrund hört man die
einheimische Sprache ,,Singlisch“. Auf dem Weg zum neuen Hafen
passiert man exotische Natur im Einklang mit moderner Architektur und
entfernt sich immer mehr vom spürbar kolonialen Einfluss. Plötzlich
befindet man sich im Handels- und Unterhaltungszentrum Singapurs:
Marina Bay. Nur noch das schwüle Klima und die tropischen Gewächse
erinnern jetzt daran, dass man sich mitten in Asien befindet. Schnell
wird klar, warum die Stadt gerne auch ,,Asien für Einsteiger“ genannt
wird.

Neben einer Insel aus Geschäfts- und Hochhäusern, eingefasst von
üppigen Gewächsen, ragt die klare Architektur des Ritz Carlton
Singapur empor. Das renommierte 5-Sterne Hotel ist ein Anlaufpunkt für
Geschäftsreisende aus aller Welt. Viele bleiben nur kurz, nehmen die
überdimensionale Deckenskulptur des New Yorker Künstlers Frank Stella,
die in abstrakter Form von der Glaskuppel der Empfangshalle ragt, nur
beiläufig wahr. Die lebensgroßen Mao-Figuren des Künstlers Zhu Wie am
Eingang des Hotels, die den chinesischen Hintergrund des Landes spüren
lassen, passieren sie ohne weitere Beachtung, haschen in die Aufzüge
ohne die Meisterwerke des Malcolm Morley zu beachten. Wer würde auch
schon vermuten, dass das Ritz Carlton nicht nur Luxus und
Annehmlichkeiten auf 32 Etagen vereint, sondern auch 4.200 moderne
Kunstwerke weltweit renommierter Namen, wie Andy Warhol, David Hockney
oder Henry Moore? Die geschmackvolle Kunstauswahl reflektiert auf
einmalige Weise Tradition und Moderne, östliche und westliche Kultur
und damit auch Singapur. Mit dem Wissen eine der exklusivsten und
umfangreichsten Kunstsammlungen Südostasiens im Wert von 5 Millionen $
zu betrachten, bewegt man sich auf einmal wie in einem Museum. Ob die
Reisenden wissen, dass sie ihre Suiten mit weltbekannten Originalen
der abstrakten Kunst teilen?

Bei genauerem Hinsehen wird deutlich, dass die Metropole viel mehr als
nur Vergnügung und Handel zu bieten hat. Hinter dem grellen
Freizeitangebot und den extravaganten Geschäftsvierteln verbirgt sich
auch eine eindrucksvolle Kunst- und Designszene, die unter
Kunstliebhabern schon seit langem hoch geschätzt wird. Unweit des Ritz
Carlton befindet sich bereits das Singapur Art Museum, mit über 4.000
Kunstwerken die größte Sammlung südostasiatischer Kunst des 20.
Jahrhunderts. Schon auf dem Weg zum Museum passiert man zahlreiche
Kunstwerke. Die immer wechselnden kontemporären Ausstellungen des
Museums verkörpern die Moderne, die, genauso wie die Vergangenheit, in
Singapurs Alltag und Leben einfließt. Nationale Kunstwerke vermitteln
hingegen einen Eindruck von Staat und Gesellschaft, lassen tiefer in
Kultur und Tradition eintauchen. Auch in Singapurs ältestem Museum,
dem Nationalmuseum, findet man eine hervorragende Auswahl asiatischer
Kunst. Vor allem historische Dokumente, Möbelstücke, Porzellan, aber
auch eine dreidimensionale Darstellung der Geschichte Singapurs
entführen auf eine fernöstliche Reise durch Kunst und Kultur. Eine
persönliche Auswahl moderner asiatischer und europäischer Kunst findet
man in einem liebevollen Privatmuseum eines indonesischen
Kunstsammlers. ,,Art Retreat“ heißt das kleine Museum ganz in der Nähe
des bekannten Geschäftsviertels beim Ubi Techpark. Das hektische
Treiben lässt das Museum wie eine Oase der Ruhe und Besinnlichkeit
erscheinen. Während man in die Geschichte aber auch Gegenwart der
indonesischen Kunstszene eintritt, befindet man sich nach dem Besuch
wieder umgeben von Einkaufszentren und Wolkenkratzern.

Bewegt man sich von dort aus weiter in Richtung Arab Street, verlässt
man die westliche Welt immer mehr. Von weitem sieht man schon die
goldene Kuppel der Sultan Moschee und befindet sich auf einmal
zwischen einheimischen Händlern auf dem bekannten singapurischen
Bazar. Wenn aus der Moschee der Ruf zum Gebet über die Straße schallt,
kann man Muslime an den arabischen Bazarständen vorbeieilen sehen.

Eine ganz andere Welt wiederum erwartet einen im kreativen Zentrum an
der Maxwell Road, wo futuristisches Design und interaktive Kunst
kreative Anregungen bieten. Das dort gelegene Red Dot Design Museum
ist Veranstaltungsort des weltweit größten Designwettbewerbs, des Red
Dot Design Awards, und gilt als internationaler Treffpunkt für
Designinteressierte. Viele weitere kleine und größere Galerien
schmücken die Maxwell Road. Moderne Kunst vermischt sich mit dem
fremden Geruch des Bazars, der im Gedächtnis bleibt.

Zurück im Hotel passiert man von der Lobby aus ein Kunstwerk von
Malcolm Morley. Mit Wasser- und Acrylfarben stellt er das tropische
Singapur dar. Wasser galt in Singapur traditionell als Zeichen von
Reichtum. Man erreicht den Summer Pavillon, das hauseigene Restaurant
und genießt traditionelle kantonesische Küche mit Blick auf einen
Sonnenuntergang aus Glasfasern. Kontrastreich, manchmal vielleicht
surreal – in Singapur weiß man das zu vereinen.

The Ritz-Carlton Millenia Singapore

7 Raffles Avenue
Singapore,  039799
Phone: (65) 6 337 8888
Fax: (65) 6 338 0001

           
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Filed under  //   Hotel   Ritz Carlton   Singapur  
Posted March 16, 2010
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Meldeschein Tortur in der Hotellerie

"Füllen Sie bitte noch den Meldeschein aus?" hallt es durch die Lobby. Ich war gerade mit meinem Gepäck auf dem Weg zum Aufzug. Immer wieder vergesse ich diese lästige Formalität. Ich habe nichts gegen eine Registrierung der Gäste. Aber ich habe eine Aversion gegen das Handschriftliche ausfüllen von Formularen. Kann man das nicht wie im schönen Schweizer Kanton Tessin lösen, nämlich online, ohne Zettelwirtschaft?

Zudem kann ich wirklich kein Verständnis dafür aufbringen das so ein Formular, wenn es denn schon sein muss, nicht schon mit meinen Daten vorausgefüllt ist und ich es nur noch unterschreiben muss. Bei meinen Buchungen liegen alle relevanten Daten (bis auf das Geburtsdatum) immer vor. Entweder weil sowieso über das Internet gebucht worden ist oder wenn via Mail direkt im Hotel, dann stehen diese Daten in der Signatur. Aber nein, jedes mal das gleiche Spiel. Vielleicht könnten das die Hoteliers mal in ihre Checkliste zum Thema "Wie mache ich meinem Gast die Anreise so angenehm wie möglich?" aufnehmen.

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Posted September 22, 2009
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Zu Gast im Spinnenhotel

Jahrelang wohnte ich bei meinen Aufenthalten in Düsseldorf im "Radisson Blu Media Harbour Hotel". Ich liebte es abends noch am Kamin mit Freunden zu plaudern, den Private Dining Room für Geschäftsessen zu nutzen und morgens im Sonnenschein auf der Terrasse zu Frühstücken. Seis drum. Das Personal hat mich derart verärgert mit einer dummen wie dreisten Aktion, so dass ich dieses Haus fortan meide. Die Kurzfassung: Ich hatte ein großes Essen mit 18 Personen organisiert, welches 14 Tage vorher um 3 Wochen verschoben werden musste. Und als ob der Koch schon gekocht und der Tisch schon gedeckt gewesen wäre und obwohl die Veranstaltung auch tatsächlich dann zum neu vereinbarten Zeitpunkt stattfand, mussten fast 2.000,- Euro Stornogebühren gezahlt werden.

Nun war ich wieder zu Gast in Düsseldorf. Diesmal empfahl mir ein Freund ein Hotel. Er meinte er hätte selbst noch nicht dort gewohnt aber nur gutes gehört. Da meine Zeit knapp war und ich selbst nicht recherchieren konnte musste ein flüchtiger Blick auf die Website genügen. Das Hotel hörte auf den schönen Namen "Berial". Ich las irgendetwas von Design, Gastlichkeit, modern, Wohlbefinden etc. und dachte mir: Für ein Nacht, so schlimm kann es nicht werden.

Die Lounge (siehe Foto) ist das optische Highlight im Haus. Hier wird ein durchaus gutes Frühstück serviert. Ich möchte hier nicht über fehlendes Gespür bei der Zimmereinrichtung, dünne Wände oder den unangebrachten Einsatz von Tagesdecken philosophieren. Das alles kann ich nicht für - wie sich im nachhinein herausstellte - 2 Sterne erwarten. Was ich aber immer erwarte ist SAUBERKEIT. Als ich abends im Zimmer ankam ließ sich das, was mich am morgen erwarten sollte nur erahnen. Zur Begrüßung krabbelte eine ausgewachsene Spinne an der Wand entlang. Da ich weder Kraft noch Muße hatte mich zu beklagen ging ich schlafen. Am nächsten morgen offenbarte sich aber das ganze Grauen. Wohin ich auch blickte, und ich schwöre, ich habe nicht danach gesucht, erblickte ich Spinnweben mit kleinen krabbeligen Spinnen. Im Bad allein 5. Nicht nur an klassich bevorzugten Stellen wie dem Heizkörper, nein, auch in der Dusche, am Spiegel etc.

Es braucht keine weiteren Ausführungen um zu erkennen das dies vollends unakzeptabel ist. Sauberkeit darf nie eine Frage vom Zimmerpreis oder der Sternekategorie sein.

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Posted September 22, 2009
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Internetgebühren in Hotels: Abzocke mit System

Wenn ich in einem Hotel der 4 oder 5 Sterne Kategorie wohne, welches auch noch mehrheitlich von Geschäftsreisenden frequentiert wird, erwarte ich einen Internetzugang so selbstverständlich wie Zeitschriften oder Fernseher auf dem Zimmer. Und genauso wie ich für einen Fernseher bzw. dessen Betrieb nicht extra zur Kasse gebeten werde, möchte ich das auch nicht fürs Internet. Internet ist mittlerweile Standard und kein Luxusgut. Ein Hotelier berichtete mir neulich das z.B. Zimmertelefone kaum noch für externe Gespräche genutzt werden, weil alle via Handy telefonieren um die horrenden Minutenpreise zu umgehen. Anscheinend hat sich in Hotels das Thema Flatrate oder VoIP noch nicht herumgesprochen. Zumindest den Preisen fürs telefonieren vom Hotelzimmer zu urteilen, die seit Jahren im wesentlichen konstant sind. Nun aber zurück zum Thema Internet.

Ein konkretes Beispiel. Vor einigen Wochen war ich zu Gast im vielfach ausgezeichneten Tagungshotel "Schindlerhof". Alles war wirklich beispielhaft. Die Liebe zum Detail schon fast einzigartig. Man hatte das Gefühl, man wolle alles besonders richtig machen. Der Schindlerhof wird zu ca. 90% von Geschäftsreisenden für Tagungen/Seminare gebucht. In meinem schönen Zimmer hatte ich mit meinem USB-Internet-Stick von Vodafone keinen Empfang, auch an anderen Orten des Objekts nicht. Warum auch immer. Swisscom bietet hier wahlweise via Kabel oder W-LAN Internet an. Kostenpunkt: happige 8,- Euro pro Stunde oder 13,- Euro für 24 Stunden. Damit liegt der Schindlerhof im weltweiten Vergleich ungefähr im Mittelfeld. Über die Konditionen für die Nutzung ist übrigens auf der Website des Schindlerhofs nichts zu lesen.

Meine Botschaft soll ganz klar sein: Bei Zimmerpreisen ab 100,- Euro/Nacht müsste das Internet als Selbstverständlichkeit inklusive sein. Auch entsprechende Zugangsdaten etc. sollten nicht erst an der Rezeption erfragt werden oder ein Haustechniker anrücken müssen.

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Posted September 20, 2009
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Hotelpreisirrsinn

Vor einigen Tagen musste ich kurzfristig ein Hotelzimmer für eine Nacht in Köln buchen. Da ich am nächsten Morgen gleich früh mit der Bahn weiterreisen wollte, sollte es in der Nähe des Hauptbahnhofs sein. Die Wahl viel auf das "Lindner Hotel Dom Residence".

Via der Hotel-Metasuche trivago wurde mir das Zimmer bei HRS für 127,- Euro ohne Frühstück angeboten. Hotels stellen bei Online-Plattformen wie HRS Kontingente ein und handeln dafür spezielle Preise aus. Für die Vermittlung von Zimmern bekommen die Portale eine Provision. Meinen Informationen nach zwischen 5% und 15%. Weiß da jemand genaueres? Ich habe jedenfalls direkt im Hotel angerufen um zu buchen, weil dies für das Hotel attraktiver ist bzw. der Gast beispielsweise noch einen kleinen Rabatt, Frühstück inklusive oder ein Upgrade bekommen kann.

Doch das Lindner Hotel lebt in einer anderen Welt. Da in der Stadt zur Buchungszeit eine Messe stattfindet bot man mir die Messerate von 219,- Euro an. 92,- Euro mehr. Hallo? Alle Erklärungsversuche halfen nichts. Man wollte mir noch nichteinmal die HRS Rate anbieten. Ich verstehe das System der Kontingente. Allerdings, so lange im Internet noch Zimmer günstiger zu haben sind als bei der Direktbuchung sollte man sich als Hotel, schon aus dem Grund sich nicht unglaubwürdig zu machen, zumindest annähernd mit den Netzpreisen mithalten können.

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Posted September 19, 2009
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Helix Hotel - Die arabische Design Spirale.

The Helix Hotel, in der Zayed Bay Abu Dhabi's gelegen, wird eines der spektakulärsten Hotelneubauten dieser Jahre.

Losgelöst von klassischen Hotelstrukturen wie Fluren und ohne sichtbare Brüche haben die Architekten von LEESER ein ästhetisches und nach neuesten ökologischen Erkenntnissen konzipiertes Bauwerk entworfen.

Für das environmental Design verantwortlich ist das Atelier Ten.

Die Vermarktung erfolgt via QP International.

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Posted April 9, 2009
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Die Nase schläft mit. Hotels am Geruch erkennen.


Es ist fast immer das gleiche. Egal wo auf der Welt, unabhängig davon ob 4 Sterne oder 5, ob Stadt- oder Strandhotel - es riecht! Neulich erst wieder. Ich war in Wien. In einem wirklich schönen Boutique Hotel der Radisson Gruppe. Es roch in den Fluren, es roch im Zimmer. Und im Bad sowieso. Ich gestehe, in manch asiatischen Hotels hat man das im Griff. Im gerade in Europa ist das fast immer ein Problem. Man schafft es gerade noch so ein paar Duftkerzen in der Lobby zu postieren, aber spätestens in den Nebengängen hört es auch schon auf. Die Nasenwände beginnen sich zu kräuseln. Furchtbar. Kann man nicht wenigstens beim herrichten der Zimmer einen neutralen Duft versprühen? Als ich letzten Frühling in Paris im Hotel Costes einkehrte wurde sogar eine eigene Duftkollektion des Hauses angeboten. Eine Harmonie aus Musik, Duft, passend gekleidetem Personal und unaufdringlichem Service durchzog das Haus. Ich selbst habe mich vor kurzem in New York für eine "Travel Candle" aus dem Hause Penhaligon's (England) entschieden. Sie ist klein, leicht zu verstauen, hat einen wohltuenden Duft und sieht in ihrem kleinen, runden Edelstahldöschen auch wirklich bezaubernd aus. Ich finde sie einfach praktisch, besser als die üblichen, etwas größeren Duftkerzen im Glas die man für den Hausgebrauch nutzt. Wenn es also die Hotels nicht schaffen muss der Gast wohl selbst ran und Abhilfe schaffen. Doch man bedenke was es für einen Eindruck macht wenn man die Hotelzimmertüre eines noch so schönen Hotels/Zimmers öffnet und einem ein unangenehmer Geruch entgegenschlägt. Bedenke man doch, dass man so viel in das Zimmer investiert hat. Da sollte nicht am falschen Ende gespart werden.

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Filed under  //   Costes   Duftkerzen   England   Hotel   New York   Paris   Penhaligon's   Radisson   Wien  
Posted March 3, 2009
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Hoteltester - Wie funktioniert das eigentlich?

In letzter Zeit werde ich des öfteren gefragt wie das eigentlich so funktioniert wenn ich beauftragt werde Hotels professionell zu testen. Nun, da dies kein Geheimnis ist hier die Fakten:

Was wird getestet?

Natürlich ist alles auch immer eine Frage der individuellen Absprache. Gerade wenn es z.B. um das testen von Personal oder auch Wettbewerbschecks geht. Standardmäßig kann man aber folgendes annehmen:

  • Internetauftritt (Gestaltung/Informationsgehalt/Nutzerfreundlichkeit)
  • Reservierungsmöglichkeiten
  • Telefonische Reservierung (dabei Verkaufsorientiertes Verhalten, Freundlichkeit etc…)
  • Anreise zum Hotel inkl. Parkplatz (Wegbeschreibung/ Beschilderung etc…)
  • Check in Prozess
  • Öffentliche Bereiche (Lift, Treppen, etc…)
  • Zimmer (Sauberkeit, Ausstattung, etc…)
  • Roomservice
  • Reklamationsmanagement
  • Gastronomie
  • Check out Prozess
Meist dauert der Test zwei Tage. Grund: Weil man z.B. erst ankommt wenn es dunkel ist und so die Außenanlage nicht bewerten kann bzw. das Business Center schon geschlossen hat. Auch sollen oft die gastronomischen Angebote (Frühstück, Mittag, Nachmittagsbuffet, Abendessen) sowie die Spa-Angebote unter die Lupe genommen werden. Nicht zu vergessen das Housekeeping (Stichwort Turn-down Service). Die vielen "Stationen" zu durchlaufen und sich einen vollen Überblick zu verschaffen kostet Zeit. Generell mache ich ein Vor- und Nachgespräch um ggf. offene Fragen zu klären und ein erstes Feedback zu geben. Auch wird der Testprozess individuell vorher besprochen. Jeder Hoteldirektor hat ja seine eigenen Vorstellungen und Wünsche.

Was kostet das ganze?

Meine Preisstruktur ist denkbar einfach: pro Testtag stelle ich 480,- € in Rechnung.

Im Preis inbegriffen sind ebenfalls die Bewertung der Homepage und der Buchungsablauf, sowie der ausführliche Testreport. Zusätzliche Vor- und Nachtreffen, Schulungen etc. werden pauschal mit 80,- Euro pro Stunde verrechnet. Anfallende Spesen werden berechnet. Jeder Auftraggeber kann natürlich selbst entscheiden ob ich über den Test offiziell berichten darf oder nicht.

In ähnlicher Art und Weise funktioniert das ganze übrigens auch im Bereich der Restaurants. Aber dazu vielleicht ein andermal mehr.

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Filed under  //   Hotel   Hoteltest   Quality Check  
Posted March 2, 2009
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Saigon oder Ho-Chi-Minh-Stadt?

Für mich ist und bleibt Ho-Chi-Minh-Stadt "Saigon". Nun will ich das nicht politisieren, denn mein Blog ist dafür nicht der richtige Ort. Vielmehr soll es um die Hotelkultur dort gehen. Demnächst werden wir hier aber auch noch andere Aspekte der Stadt kennen lernen. Meine einwöchige Reise war zugleich der erste Besuch in diesem aufregenden Land. Bei der wahl des Hotels kamen drei Optionen in Frage. Das gute alte Majestic, direkt am Fluß in einem tollen Kolonialbau. Das moderne, direkt in der City liegende Park Hyatt und das als kommunistisches Staatshotel verschrieene Caravelle. Nunja, ich entschied mich für letzteres. Ein Signature Premium Room sollte es sein. Schlicht weil es einen wunderbaren City View bietet durch die halbrunden Panoramafenster. Siehe Bild der mittlere, leicht gewölbte Teil des Gebäudes. Direkt zu Füßen lag das berühmte Opernhaus. Ein herrlicher Rundblick über die Stadt und auf das Gewusel der abertausenden Motorräder war fantastisch. Der Entscheidung für dieses Haus viel übrigens aufgrund des Preis/Leistungsverhältnisses. Das von mir bevorzugte Hyatt offerierte zu diesem Zeitpunkt einen schlicht unverhältnismäßig hohen Preis. Allerdings gönnte ich mir ein Stück Kuchen sowie einen Tee dort und inspizierte das Haus. Nun Aber zurück zum Caravelle. Eine sehr interessante Begebenheit ereignete sich die ich gern erzählen möchte. Das Hotel offerierte im Zimmer eine kleine Auswahl an frischem Gebäck auf einem Glasteller. Am ersten Tag biss ich in eines hinein und legte des Rest zurück. Mir war nicht wirklich nach Gebäck. Das interessante aber war das genau dieses Arrangement noch Tage später in meinem Zimmer stand. Als ich durch Zufall mit einer sehr netten und wirklich umwerfend sympathischen Managerin des Hotels ins Gespräch kam und sie mich nach Verbesserungsvorschlägen fragte, erzählte ich ihr u.a. das nach europäischem 5 Sterne Verständnis das Gebäck hätte am nächsten Tag durch den Roomservice entweder entfernt oder gegen frisches ausgetauscht hätte werden müssen. Sie schien das nicht ganz zu verstehen, notierte es sich aber aufmerksam und war auch sonst sehr interessiert an europäischer Hotelkultur interessiert. Ein wirklich Ärgernis war allerdings das Verhalten eines hochrangigen Rezeptionsmitarbeiters. Da ich entschied eine Nacht länger zu bleiben rief ich an der Rezeption an und fragte ob dies möglich sei. Man versicherte mir dies. Beim check-out wurde mir dann für die letzte, zusätzliche Nacht eine um fast 30% höhere Rate präsentiert. Trotz Wiederspruch und Verweis auf meinen langen Aufenthalt und umfangreichen Konsum im Hotel musste ich diese Rate bezahlen. Das war ein echter Wehrmutstropfen im sonst so gut organisierten Hotel. Sehr empfehlen möchte ich noch die Hotelbar. Auch sie bietet eine wunderschönen Stadtblick und sorgt für einen abendlichen, sanften Ausklang des Tages.

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Filed under  //   Hotel   Hyatt   Saigon   Vietnam  
Posted March 2, 2009
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Panoramazimmer im Grand Hyatt Shanghai

Wenn Hong Kong das New York Asiens sein soll dann ist Shanghai das New York 2.0. Wenn es sie nach Shanghai zieht, dann kehren sie ein im Grand Hyatt Shanghai. Einst das höchste Hotel der Welt, wurde es in 2008 vom nur wenige Meter entfernt liegenden Park Hyatt Shanghai übertrumpft. Was heißt das? Die Preise purzeln weiter in der Metropole, in der es vor wenigen Jahren kaum ein Zimmer in der 5 Sterne Kategorie unter 300 Euro die Nacht gab. Besonders empfehlen möchte ich die Eckzimmer. Von denen gibt es nicht viele, aber der Blick ist einfach gigantisch.

Selbst vom Badezimmer aus haben sie einen grandiosen Blick. Einen Vorgeschmack bietet selbst auch schon die Ankunft in der Lobby. Im Internet finden sie diese besondere Zimmerkategorie (Grand Deluxe Riverview Room) schon für um die 200 Euro.

Wie mir die überaus zuvorkommende Mitarbeiterin Jennifer Sun verriet, sollen in den kommenden Monaten mehr als 10 Millionen Dollar in die Renovierung des Hauses gesteckt werden. Die Zimmer sollen heller und großzügiger gestaltet werden. Wenn man schon dabei ist ein kleiner Tip: Eine Musikanlage wäre ein sehr schönes Extra in Zeiten von iPod & co.

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Filed under  //   Hotel   Hyatt   Shanghai   Zimmer  
Posted February 26, 2009
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