Marius Mondo

traveler and adventurer

Internetgebühren in Hotels: Abzocke mit System

Wenn ich in einem Hotel der 4 oder 5 Sterne Kategorie wohne, welches auch noch mehrheitlich von Geschäftsreisenden frequentiert wird, erwarte ich einen Internetzugang so selbstverständlich wie Zeitschriften oder Fernseher auf dem Zimmer. Und genauso wie ich für einen Fernseher bzw. dessen Betrieb nicht extra zur Kasse gebeten werde, möchte ich das auch nicht fürs Internet. Internet ist mittlerweile Standard und kein Luxusgut. Ein Hotelier berichtete mir neulich das z.B. Zimmertelefone kaum noch für externe Gespräche genutzt werden, weil alle via Handy telefonieren um die horrenden Minutenpreise zu umgehen. Anscheinend hat sich in Hotels das Thema Flatrate oder VoIP noch nicht herumgesprochen. Zumindest den Preisen fürs telefonieren vom Hotelzimmer zu urteilen, die seit Jahren im wesentlichen konstant sind. Nun aber zurück zum Thema Internet.

Ein konkretes Beispiel. Vor einigen Wochen war ich zu Gast im vielfach ausgezeichneten Tagungshotel "Schindlerhof". Alles war wirklich beispielhaft. Die Liebe zum Detail schon fast einzigartig. Man hatte das Gefühl, man wolle alles besonders richtig machen. Der Schindlerhof wird zu ca. 90% von Geschäftsreisenden für Tagungen/Seminare gebucht. In meinem schönen Zimmer hatte ich mit meinem USB-Internet-Stick von Vodafone keinen Empfang, auch an anderen Orten des Objekts nicht. Warum auch immer. Swisscom bietet hier wahlweise via Kabel oder W-LAN Internet an. Kostenpunkt: happige 8,- Euro pro Stunde oder 13,- Euro für 24 Stunden. Damit liegt der Schindlerhof im weltweiten Vergleich ungefähr im Mittelfeld. Über die Konditionen für die Nutzung ist übrigens auf der Website des Schindlerhofs nichts zu lesen.

Meine Botschaft soll ganz klar sein: Bei Zimmerpreisen ab 100,- Euro/Nacht müsste das Internet als Selbstverständlichkeit inklusive sein. Auch entsprechende Zugangsdaten etc. sollten nicht erst an der Rezeption erfragt werden oder ein Haustechniker anrücken müssen.

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Posted September 20, 2009
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Hotelpreisirrsinn

Vor einigen Tagen musste ich kurzfristig ein Hotelzimmer für eine Nacht in Köln buchen. Da ich am nächsten Morgen gleich früh mit der Bahn weiterreisen wollte, sollte es in der Nähe des Hauptbahnhofs sein. Die Wahl viel auf das "Lindner Hotel Dom Residence".

Via der Hotel-Metasuche trivago wurde mir das Zimmer bei HRS für 127,- Euro ohne Frühstück angeboten. Hotels stellen bei Online-Plattformen wie HRS Kontingente ein und handeln dafür spezielle Preise aus. Für die Vermittlung von Zimmern bekommen die Portale eine Provision. Meinen Informationen nach zwischen 5% und 15%. Weiß da jemand genaueres? Ich habe jedenfalls direkt im Hotel angerufen um zu buchen, weil dies für das Hotel attraktiver ist bzw. der Gast beispielsweise noch einen kleinen Rabatt, Frühstück inklusive oder ein Upgrade bekommen kann.

Doch das Lindner Hotel lebt in einer anderen Welt. Da in der Stadt zur Buchungszeit eine Messe stattfindet bot man mir die Messerate von 219,- Euro an. 92,- Euro mehr. Hallo? Alle Erklärungsversuche halfen nichts. Man wollte mir noch nichteinmal die HRS Rate anbieten. Ich verstehe das System der Kontingente. Allerdings, so lange im Internet noch Zimmer günstiger zu haben sind als bei der Direktbuchung sollte man sich als Hotel, schon aus dem Grund sich nicht unglaubwürdig zu machen, zumindest annähernd mit den Netzpreisen mithalten können.

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Posted September 19, 2009
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