Für mich ist und bleibt
Ho-Chi-
Minh-Stadt "
Saigon". Nun will ich das nicht politisieren, denn mein Blog ist dafür nicht der richtige Ort. Vielmehr soll es um die Hotelkultur dort gehen. Demnächst werden wir hier aber auch noch andere Aspekte der Stadt kennen lernen. Meine einwöchige Reise war zugleich der erste Besuch in diesem aufregenden Land. Bei der
wahl des Hotels kamen drei Optionen in Frage. Das gute alte
Majestic, direkt am
Fluß in einem tollen Kolonialbau. Das moderne, direkt in der City liegende Park
Hyatt und das als kommunistisches Staatshotel verschrieene
Caravelle.
Nunja, ich entschied mich für letzteres. Ein
Signature Premium Room sollte es sein. Schlicht weil es einen wunderbaren City
View bietet durch die halbrunden Panoramafenster. Siehe Bild der mittlere, leicht gewölbte Teil des Gebäudes. Direkt zu Füßen lag das berühmte Opernhaus. Ein herrlicher Rundblick über die Stadt und auf das
Gewusel der abertausenden Motorräder war fantastisch. Der Entscheidung für dieses Haus viel übrigens aufgrund des Preis/Leistungsverhältnisses. Das von mir bevorzugte
Hyatt offerierte zu diesem Zeitpunkt einen schlicht unverhältnismäßig hohen Preis. Allerdings gönnte ich mir ein Stück Kuchen sowie einen Tee dort und inspizierte das Haus. Nun Aber zurück zum
Caravelle. Eine sehr interessante Begebenheit ereignete sich die ich gern erzählen möchte. Das Hotel offerierte im Zimmer eine kleine Auswahl an frischem Gebäck auf einem Glasteller. Am ersten Tag biss ich in eines hinein und legte des Rest zurück. Mir war nicht wirklich nach Gebäck. Das interessante aber war das genau dieses Arrangement noch Tage später in meinem Zimmer stand. Als ich durch
Zufall mit einer sehr netten und wirklich umwerfend sympathischen
Managerin des Hotels ins Gespräch kam und sie mich nach Verbesserungsvorschlägen fragte, erzählte ich ihr u.a. das nach europäischem 5 Sterne Verständnis das Gebäck hätte am nächsten Tag durch den
Roomservice entweder entfernt oder gegen frisches ausgetauscht hätte werden müssen. Sie schien das nicht ganz zu verstehen, notierte es sich aber aufmerksam und war auch sonst sehr interessiert an europäischer Hotelkultur interessiert. Ein wirklich
Ärgernis war allerdings das Verhalten eines hochrangigen Rezeptionsmitarbeiters. Da ich entschied eine Nacht länger zu bleiben rief ich an der Rezeption an und fragte ob dies möglich sei. Man versicherte mir dies. Beim
check-
out wurde mir dann für die letzte, zusätzliche Nacht eine um fast 30% höhere Rate präsentiert. Trotz Wiederspruch und Verweis auf meinen langen Aufenthalt und umfangreichen Konsum im Hotel
musste ich diese Rate bezahlen. Das war ein echter Wehrmutstropfen im sonst so gut organisierten Hotel. Sehr empfehlen möchte ich noch die Hotelbar. Auch sie bietet eine wunderschönen Stadtblick und sorgt für einen abendlichen, sanften Ausklang des Tages.